Manuela Kloibmüller

Das große Brausen

Das große Brausen oder Weihnachten auf dem Mond
Musik & Libretto von Claudia Federspieler

Im Zentrum der Handlung dieser musikalischen Weihnachtssatire steht der Alltag einer Familie kurz vor dem großen Fest.
Zwei pubertierende Töchter, ein verwöhnter Sohn und der unerwartete Besuch eines italienischen Onkels bringen die Mutter Clara Oberhölzl an den Rand ihrer Möglichkeiten. Vater Ernesto Mandolini nimmt es etwas lockerer, er kümmert sich doch lieber um sein Restaurant als um die Belange der Familie. Mitten im ärgsten Weihnachtsstress ertönt plötzlich ein sturmartiges Brausen und die Familie findet sich unerklärlicherweise auf dem Mond wieder. Ist das ein neues Naturphänomen, das erforscht werden soll oder ist es doch ein Traum in dem auch eine magische Birne und eine Zauberklarinette eine Rolle spielen? Nach einer Begegnung mit einem Engel und mit dem Nikolaus stellen sich die Familienmitglieder die Frage nach Wahrheit und Lüge und es gelingt die Rückkehr zur Erde. Dieser Mondausflug führt schließlich zu einer ganz neuen Weihnachtsstimmung.

SchülerInnen/LehrerInnenorchester und SängerInnenensemble
der Landesmusikschulen Grein, Perg und St. Georgen/ Gusen

Musikalische Leitung: Harald Wurmsdobler
Inszenierung: Manuela Kloibmüller
Dramaturgie: Claus. J. Frankl

Projektleitung: Christian Fürst, Johann Weilguni

40 Jahre Landesmusikschulwerk Oberösterreich

Die oberösterreichischen Landesmusikschulen sind ein musikalischer Treffpunkt für Jung und Alt und das oberösterreichische Landesmusikschulwerk eine prägende Säule des Kulturlandes Oberösterreich. Die Landesmusikschulen haben sich etabliert als Zentren musischer Bildung, aber auch als Kulturzentren, die in den Regionen unseres Landes für vielfältige kulturelle und künstlerische Impulse verantwortlich sind. Seit 40 Jahren begleiten Musikschullehrerinnen und Musikschullehrer an Musik interessierte Menschen in die klangvolle Welt des eigenen Musizierens.
Dabei erweist sich die Musikschule als zentraler Treffpunkt mit Strahlkraft für die jeweilige Region und legt den Grundstein für eine lebenslange Beziehung zur Musik und einen offenen Zugang zu Musik und Kultur. Breiten- und Spitzenförderung hat gleichwertige Bedeutung, was einerseits in den vielen Orchestern, Chören und Ensembles im Land und andererseits bei Jugendmusikwettbewerben und Aufnahmen in Musikuniversitäten hör- und sichtbar wird.
1977 hatte der oberösterreichische Landtag das Musikschulgesetz mit der Absicht beschlossen, Oberösterreich mit einem flächendeckenden Netz von Landesmusikschulen zu versorgen. Heute gibt es 68 Hauptanstalten und 88 Zweigstellen.
Um diesen Geburtstag gebührend zu feiern präsentieren die Landesmusikschulen des Bezirkes Pergs – die Landesmusikschule Grein, die Landesmusikschule Perg und die Landesmusikschule St. Georgen an der Gusen – eine Musiktheaterproduktion und Uraufführung. Bereits 2012 gab es eine Zusammenarbeit und die Operneigenproduktion „Die Hochzeit des Figaro“ von W. A. Mozart wurde mit großem Erfolg und mehr als 2000 Besuchern realisiert und mit Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern der drei Landesmusikschulen mit ihren Zweigstellen auf die Bühne gebracht.

Zur Komponistin Claudia Federspieler

„Komponisten – die sind doch alle tot!“ Nein, sie sind sehr lebendig und dieses Musiktheaterprojekt der Landesmusikschulen des Bezirkes Pergs versteht sich auch als lebendiges Bespiel für das Zusammenbringen von Zeitgenössischer Musik und dem musikalischen Nachwuchs der Region. Es ist geglückt, die Geigerin und Komponistin Claudia Federspieler für eine Zusammenarbeit zu gewinnen und so kann das Werk „Das große Brausen“ als eine Uraufführung über die Bühne gehen.
Die Geigerin, Komponistin und Autorin Claudia Federspieler wurde 1966 in Brixen (Südtirol) geboren. Schon in früher Kindheit zeigte sich ihre vielseitige künstlerische Begabung. Davon zeugen Preise bei Jugendliteratur- und Gedichtewettbewerben. Im Alter von neun Jahren begann ihre musikalische Ausbildung als Geigerin, die sie nach Trento, Würzburg und Wien führte. Sie schloss sämtliche Studien mit Auszeichnung ab und errang den 1. Preis beim internationalen Violinwettbewerb in Stresa (1983), ebenso einen 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Leoben (1987). Es folgte der Kulturförderungspreis der Tiroler Sparkassen (1990).
In jungen Jahren substituierte sie bereits bei den Münchner Philharmonikern und den Wiener Symphonikern und sammelte weitere Orchestererfahrung im Gustav Mahler Jugendorchester, in der Wiener Kammerphilharmonie und in der Bozner Streicherakademie. Von 1992 bis 1995 war sie Mitglied im Philharmonischen Orchester Augsburg, bis sie 1995 als Primgeigerin ins Bruckner Orchester Linz kam. Für die Südtirolerin ist Linz sowohl familiär als auch beruflich zur Heimat geworden. Mit der Veröffentlichung ihrer insgesamt fünf Kinderbücher (zwei davon erschienen in der Edition Brucknerhaus) und einer CD mit eigenen Kompositionen (2006) erregte sie Aufmerksamkeit. So erhielt sie im Jahr 2007 vom Landestheater Linz den Kompositionsauftrag für die Kinderoper „Die Kuh Rosmarie“, die zwei Jahre lang als mobile Oper in Schulen erfolgreich aufgeführt wurde. Es folgten Auftragsstücke in unterschiedlicher Besetzung für „Prima la musica“, sowie Lieder für Vokalensembles und Chöre.