Manuela Kloibmüller

Im Flug der Zeit

Matthias Helm (Gesang) & Manuela Kloibmüller (Akkordeon)

„Es floh die Zeit im Wirbelfluge und trug des Lebens Plan mit sich…“ dieses Zitat aus Franz Schuberts Opus 7 nach Gedichten von Ludwig von Széchényi benennt den Bogen des ungewöhnlichen musikalischen Programms von Matthias Helm (Gesang) & Manuela Kloibmüller (Akkordeon).

Auf den Spuren der Vergänglichkeit bündeln sich die Komponisten Franz Schubert, Hanns Eisler, Carl Loewe und Georg Kreisler zu einer intensiven und leidenschaftlichen Konzertdarbietung. Akkordeon und Stimme verleihen den Kompositionen neue Farben und Klänge, so erhalten sechs Hölderlin-Fragmente von Hanns Eisler eine ungewohnte Dringlichkeit und Lieder von Franz Schubert aus verschiedenen Zyklen wie der „Winterreise“ treten in wunderbare Wechselwirkung mit Georg Kreislers humorvollen Lebensweisheiten. Sinnend wird über Jugend und Alter, Frühling und Winter, Hoffnung und ein „Vielleicht“ gesungen, dazwischen steht programmatisch Carl Loewes Kleinod „Die Uhr“.

Ein fulminanter Zeitenflug

Der Ybbstaler

Die Vergänglichkeit des Lebens, Liebe und Leid, der Lauf der Jahreszeiten – das waren nur einige der Themen, die der aus Ybbsitz stammende Bariton Matthias Helm, kongenial begleitet von der Akkordeonistin Manuela Kloib¬müller, in seinem Liederabend am 26. November vor rund 100 begeisterten Zuhörern behandelte. Der Schauraum der Fa. Aigner Bodenpersonal, drapiert mit Fotos von Abt Berthold Heigl, bot dazu einen perfekten Rahmen: viel Licht, optimale Akustik, eine freundliche, einladende Atmos¬phäre. Besondere Freude herrschte unter den Besuchern auch über die Anwesenheit von Abt Berthold, dessen Fotografien aus der Ausstellung „Laudato si“ im Bildungszentrum St. Benedikt zu einem Gang durch die Jahreszeiten einluden und zur Bewahrung der Schöpfung – einem Grundanliegen von Papst Franziskus – auffordern. Die dargebotenen Lieder stammten von vier Komponisten – Franz Schubert, Carl Loewe, Georg Kreisler und Hanns Eisler –, wobei letzterer, der im Stil der Zwölftonmusik komponiert hat, dem Publikum einiges abverlangte. Gerade da erwies sich die Ausführung der Lieder mit Akkordeon als Glücksgriff, da dieses Instrument eine große Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten hat und außerdem von Manuela Kloibmüller meisterhaft gespielt wurde. Dazu kamen noch Matthias Helms facettenreicher Vortrag, die klare Sprache und sein schauspielerisches Talent, mit dem er das Publikum immer wieder fesseln konnte. Nach dem Konzert folgte ein großer Teil des Publikums noch der Einladung zu einem gemütlichen Beisammensein und genoss die Begegnung mit den beiden Künstlern und Abt Berthold: Das rundete die Veranstaltung ab und zeigte die Freude über diesen gelungenen Abend.