L´INCONTRO IMPROVVISO

Opernhighlight – Joseph Haydns selten gehörte „Entführung“ mit dem L’Orfeo Barockorchester: L’incontro improvviso (Premiere: 3.8.)
Kaum bekannte Opernliteratur auf die Bühne zu bringen, steht im Fokus der donauFESTWOCHEN seit ihrer Gründung. So ist es nicht Mozarts berühmte Entführung aus dem Serail, die zum Festwochenjubiläum die Neugierde des 18. Jahrhunderts auf die exotische Welt der Osmanen vorstellt, sondern L’incontro improvviso von Joseph Haydn. Als dessen „Entführung“ in die Musikgeschichte eingegangen, zählt das Bühnenwerk zu den beeindruckenden Tonschöpfungen seiner Zeit: in leidenschaftlichen wie ergreifenden Arien, einem von den Damen angestimmten Trio, das die Reize des Lebens im Serail aber auch die herbeigesehnte Befreiung besingt, und mit viel Humor und drei spannungs­reichen Finali reflektiert der esterházysche Kapellmeister das „Andere“, „Fremde“ im Geiste der Aufklärung.

Zu hören sind das L’Orfeo Barockorchester unter der Leitung von Michi Gaigg – als Haydn-Interpret international mit seinen CD-Einspielungen gefeiert. Das Sängerensemble formiert sich aus exzellenten Stimmen der jungen Generation, darunter Elisabeth Breuer und Festwochen­debütant Robert Bartneck in den Hauptrollen des Liebespaares Reza und Ali. Auch Bariton Rafael Fingerlos, Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, ist erstmals auf der Opern- sowie Konzertbühne Gast der donauFESTWOCHEN. Die in Grein geborene, vielseitige Regisseurin Manuela Kloibmüller wird das musikhistorisch der sogenannten „Türkenoper“ zugerechnete, entdeckenswerte Stück im Arkadenhof von Schloss Greinburg (bei Schlechtwetter im Rittersaal) in Szene setzen (Bühnenbild: Isabella Reder).

Erstmals findet die Festwochenoper durch eine Ausstellung der Stadtgemeinde Grein vertiefende thematische Begleitung im Stadttheater Grein.