Manuela Kloibmüller

Frau Luna

Operette in zwei Akten
Libretto von Heinrich Bolten-Baeckers
Musik von Paul Lincke

Berlin 1899: Kurz vor der Jahrhundertwende „glauben“ die einen an den Fortschritt, die anderen fürchten ihn und haben sogar regelrecht Angst vor der Zukunft! Der Ur-Berliner Komponist Paul Lincke und sein Buchautor Heinz Bolten-Baeckers trafen den „Zeitgeist“ und den „Ton“ Spree-Athens punktgenau – und schufen so „ganz nebenbei“ das Genre „Berliner Operette“.

Frau Luna, Göttin des Mondes: Eva-Maria Kumpfmüller
Prinz Sternschnuppe: Matthäus Schmiedlechner
Stella, Zofe von Frau Luna: Jenifer Lary
Fritz Steppke, Mechaniker: Harald Wurmsdobler
Mariechen, seine Braut: Christine Ornetsmüller
Lämmermeier, Schneider: Martin Kiener
Pannecke, Hausmeister: Michael Kaltseis
Frau Pusebach, Zimmerwirtin in Berlin: Rotraud Söllinger-Letzbor
Theophil, Prokurist auf dem Mond: Claus Frankl
Venus, Göttin und Sternbild: Maria Magdalena Frauscher
Mars, Gott und Sternbild: Silke Redhammer
Mondgroom, Butler: Michael Zallinger
Mondelfen: Tanzklasse LMS Ried im Innkreis

Salonorchester sINNfonietta
Musikalische Leitung: Gerald Karl
Regie: Manuela Kloibmüller
Ausstattung: Christian Schmidleithner
Dramaturgie: Claus J. Frankl
Choreographie: Heike Kreutzer

Intendanz – Harald Wurmsdobler

Frau Luna – Ausschnitt mit Claus J. Frankl und Michael Zallinger

„Frau Luna“ betört mit Charme auf Schloss Zell

OÖ Nachrichten – Karin Schütze

Kein Amerikaner, ein Berliner war der erste Mann auf dem Mond, wo allerdings eine Frau das Sagen hat. Mit „Frau Luna“ setzt die Pramtaler Sommeroperette ihren Erfolgskurs fort. In Berlin anno 1899 begleiten technischer Fortschritt und Zukunftsangst die Jahrhundertwende. Mechaniker Steppke wäre gern Pionier „uffm Mond“, sein Mariechen will von Luftschlössern nichts wissen. Sehnsüchte baumeln – ob als Höschen oder Astronautenanzug – in der liebevollen, leichtfüßigen Regie von Manuela Kloibmüller an der Wäscheleine. Nur im Traum ist alles möglich: Unter Schall und Rauch hebt der Mondomat ab, samt spiel- und sangesfreudigem Ensemble, lebendig begleitet von der sINNfonietta, geleitet von Gerald Karl.

Ein toller Schlagerreigen

Neues Volksblatt – Ingo Rickl

Die Regie liegt in der Hand der Linzerin Manuela Kloibmüller, deren absolute Stärke auf der Personenführung basiert. (…) Die Besetzung ist einmal mehr vom Feinsten. Da ist zunächst die Innviertlerin Eva-Maria Kumpfmüller: Die überwältigende Ausstrahlung, humorvolle Details, vor allem aber der strahlende Sopran stellen sie als Titelheldin in den Mittelpunkt. Neben ihr ist Claus Frankl mehrfach verdienstvoll: als Bearbeiter der Operette für Pram, als Sprachcoach für die sich zu Berliner wandelnden Österreicher und vor allem als äußerst komödiantischer Theophil. Auf dem Mond bewähren sich Mat- thäus Schmidlechner als Prinz Sternschnuppe und Frau Lunas Zofe Stella in der musikalisch-komödiantischen Persönlichkeit von Jenifer Lary. An alle anderen Mond-Bewohner ergeht hiermit ein pauschales Kompliment. (…) Die drei fernweh-süchtigen Handwerker sind durch Wurmsdobler als Steppke, den mit prächtigem Tenor aufwartenden Martin Kiener (Lämmermeier) und mit seiner vis comica Michael Kaltseis (Pannecke) Idealbesetzungen. (…) An das Rollenprofil der „Komischen Alten“ erinnert Rotraud Söllinger-Letzbor (Frau Pusebach). Der Titel ist hier eine Ehrenbezeichnung. „Mariechen“ Christine Ornetsmüller, die ihren Mondfahrer letztlich unbeschadet zurück erhält, fügt sich in eine Besetzung, die die Freude mit dieser Operette nahtlos auf das Publikum überträgt.

Pramtaler Sommeroperette