La Guerra de los Gigantes & El Imposible mayor en amor le vence amor

El Imposible mayor en amor le vence amor

Sebastian Duron (1660-1716)

Amor der ĂŒber der Liebe grösstes Hindernis siegt
Spanische Zarzuela in zwei Teilen
österreichische ErstauffĂŒhrung

mit Maria Weiss, Eva Juarez, Alice Borciani, Lidia Vines Curtis, Markus Schmid_
A Corte Musical & Internationale Opernakademie Grein
Dirigent Rogerio Goncalves
Regie Manuela KloibmĂŒller
BĂŒhne & KostĂŒme Isabella Reder

Spanische Rasanz und barocke Lebensfreude. Eine grotesk-komische AnnĂ€herung an das Thema Liebe. Große Oper um den Kampf zwischen liebenden Göttern und Menschen.

Fotos: Reinhard Winkler

Ovationen fĂŒr Zarzuela auf Greinburg: Barocke Kostbarkeit

Neue Kronenzeitung
bq. Ein Bravo der Regie von Manuela KloibmĂŒller, die einen munteren Ablauf mit geglĂŒckter PersonenfĂŒhrung und burleskem Humor erschuf. – Fred Dorfer

Die Ehefrau als der Liebe grĂ¶ĂŸtes Hindernis?

Oberösterreichische Nachrichten

Regisseurin Manuela KloibmĂŒller zelebriert das seit der Antike manifestierte Lachen und Weinen, das Heitere und Tragische, das sich auch in dieser zwar ĂŒberwiegend unterhaltenden Zarzuela dann doch die Waage hĂ€lt (bizarre KostĂŒme und BĂŒhnenbilder von Isabella Reder). OÖN Bewertung:******

Amors Pfeil traf diesmal die antike Götterwelt

Ein BĂŒhnenereignis auf Greinburg: „Zarzuela“ aus Spanien begeisterte bei den Strudengauer donauFESTWOCHEN – Neues Volksblatt

Entsprechend gewissenhaft und fachkundig wurde es in der Regie von Manuela KloibmĂŒller aufbereitet. (Danke fĂŒr den richtigen Pfeil Amors in Zeiten des Regietheaters) – auf einer BĂŒhne mit sparsamen Mitteln, die große Wirkung erzielte, und in farbig geschmackvoll aufeinander abgestimmten KostĂŒmen von Isabella Reder. – Georgina Szeless

Amors Pfeil trifft eben immer ins Schwarze

Die Presse

Amor ist hier ein koboldhafter Kuppler, dem Eva Juarez mit exquisitem Vortrag zart spöttischen Humor verleiht. Sein Pfeil trifft eben immer ins Schwarze und seine Macht bezwingt sogar den Göttervater: Maria Weiss steigert sich als in Liebesnöte gebrachter Jupiter zu trĂ€umerisch-schönen Schmerzenstönen – ein SeelengefĂ€ngnis, aus dem ihn nur Danae befreien kann, die wiederum er aus realer Haft befreit. Lidia Vinyes Curtis erfĂŒllt die Partie mit fast ebenso viel bewegender IntensitĂ€t und noblem Klang wie Alice Borciani jene der zĂŒrnenden Juno. Regisseurin Manuela KloibmĂŒller gönnt ihr Trost angesichts des zuletzt unverblĂŒmt gefeierten neuen Paars Jupiter/Danae – mit dem Soldaten Lisidante (Markus Schmidt). Es sind wieder einfache, aber ĂŒberzeugende Mittel, die in Grein den szenischen Rahmen bilden (BĂŒhne, KostĂŒme: Isabella Reder), wenn auch manchmal ein klareres Profil der ernsten und komischen Elemente nicht geschadet hĂ€tte. Doch sogar die spanischen Dialoge ließen die Spannung nicht abfallen: Das Publikum jubelte herzlich. – Walter Weidringer

La Guerra de los Gigantes

Sebastian Duron (1660-1716)

Kampf der Giganten
Szenische Oper in einem Akt
Österreichische ErstauffĂŒhrung

mit Eva Juarez, Camilla de Falleiro, Anna Freivogel, Maria Weiss_
A Corte Musical & Internationale Opernakademie Grein
Dirigent Rogerio Goncalves
Regie Manuela KloibmĂŒller
BĂŒhne & KostĂŒme Isabella Reder

Spanische Rasanz und barocke Lebensfreude. Eine grotesk-komische AnnĂ€herung an das Thema Revolution und Krieg. Große Oper um den Kampf zwischen alten und neuen Welten.

Barocker Herkules mit Besenstiel

Der Standard

Die Brasilianerin Camilla de Falleiro ist eine zierliche Person. Wenn sie jedoch die Muskeln schwellen lĂ€sst und das mit furchteinflĂ¶ĂŸenden Grimassen begleitet, so verwandelt sie sich flugs in Herkules. NatĂŒrlich nur auf der OpernbĂŒhne – in ganz besonderem Ambiente! Jeden Sommer wird im Strudengau ein Festival der Alten Musik veranstaltet. Die Konzerte sind gut besucht, und die “Donaufestwochen im Strudengau” sind kulturelles AushĂ€ngeschild der Region. Den Höhepunkt bildet jedes Jahr eine Barockoper, die im Arkadenhof (bei Schlechtwetter im Rittersaal) der Renaissanceburg Grein gezeigt wird. Heuer ist ein StĂŒck fĂŒr Spezialisten auf dem Spielplan: La guerra de los gigantes (Der Krieg der Giganten), 1702 von Sebastian Duron fĂŒr eine spanische Adelshochzeit komponiert. Diese Spezialisten fĂŒr iberische Musik des 16. und 17. Jahrhunderts heißen: A Corte Musical, ein Instrumenalensemble unter dem brasilianischen Dirigenten Rogerio Goncalves, die Spanierin Eva Juarez in der Partie des Göttervaters Jupiter, die Karntnerin Maria Weiss als aufrĂŒhrerischer Gigant Palante, die Schweizerin Anna Freivogel als Minerva und Camilla de Falleiro als Herkules. Vier junge SĂ€ngerinnen, aber bereits SpitzenkrĂ€fte in ihrem Metier. Und nicht nur die sĂ€ngerischen Aufgaben meistern sie alle vier gut zwei Stunden lang, ohne nachzulassen, sie schauspielern dazu auch mit viel Witz und Bewegung. Regisseurin Manuela KloibmĂŒller muss mit minimalem Budget auskommen, und so werden die “Kriegs”-Szenen zur Erheiterung des Publikums mit Besenstielen als Kampfwaffen ausgetragen. Ein musikalisches Kleinod, toll dargeboten.

Kampf der weiblichen Giganten

Kronenzeitung

Mit der ErstauffĂŒhrung der spanischen Barockoper „La Guerra de los Gigantes“ von Sebastian Duron wurden die Donaufestwochen mit einer musikalischen hochwertigen RaritĂ€t auf Schloss Greinburg bereichert. Die Inszenierung fesselt mit toller jugendlicher Darstellungskunst, Dramatik und komödiantischen Deutungen.
„Der Kampf der Giganten“ von 1702 erzĂ€hlt von Göttern und Giganten, vom Zorn des Volkes ĂŒber zu viel Macht der Götter und dem Traum einer neuen besseren Weltordnung. Hintergrund war die Auflehnung gegen Gewalt und Diktatur des spanischen Erbfolgekrieges. Sebastian Duron bevorzugt eine rhythmisch-mitreißenden Musikstil, der vom Barockorchester A Corte Musical und der Opernakademie Grein unter der souverĂ€nen Leitung von Rogerio Goncalves stilgerecht gemeistert wurde.
Regisseurin Manuela KloibmĂŒller punktet mit Ideenreichtum. Den vier MĂ€nnerrollen, von jugendlichen Frauenstimmen flott und nuancenreich dargeboten, gebĂŒhrt Sonderlob: Eva Juarez brillierte als vorsichtiger Jupiter, Camilla de Falleiro gab einen kĂ€mpferischen Hercules mit stimmlicher und gestalterischer PrĂ€gnanz, Anna Freivogel verkörperte listig die Göttin Minerva und Maria Weiss ist „riesig“ als Palante.

Fotos: Reinhard Winkler

Spanisches Barock im Strudengau

Oberösterreichische Nachrichten

Donaufestwochen Strudengau: „La Guerra de los Gigantes“, Oper von Sebastian Duron, Dirigent: Rogerio Goncalves, Arkadenhof auf Schloss Grein, Premiere: 6. August
OÖN Bewertung: ******
Im Mittelpunkt der Donaufestwochen steht seit vielen Jahren eine eigene Opernproduktion, die Kostbarkeiten ans Licht bringt. Diesmal ist es die Oper „La Guerra de los Gigantes“ (Der Kampf der Giganten) vom Spanier Sebastian Duron (1660-1716) und damit aus einer Sparte, die bei uns kaum bekannt ist. Diese Begegnung ist dem SpĂŒrsinn und sicheren Griff der Intendantin Michi Gaigg, bekannt fĂŒr ihre Kompetenz bei Alter Musik, zu verdanken.
Die Handlung enthĂ€lt, typisch fĂŒr die Entstehungszeit der Partitur, einen mythologischen Stoff. Sie erzĂ€hlt von Göttern und Giganten, von Zorn und Zwietracht und vom Traum einer neuen Weltordnung. Die melodiöse Musik klingt fĂŒr uns ein wenig ungewohnt – auch durch das Einbeziehen von VolkstĂŒmlichem – und versteht sich auf ideenreiche Formulierungen, welche die Handlung unterstreichen. Auf diese Weise werden zusĂ€tzlich zu den Angaben im Programmheft „Informationen“ geliefert.
Die Inszenierung von Manuela KloibmĂŒller lĂ€sst staunen, was die vier Darstellerinnen mit Bewegungen, Gesten und Mienen an Deutlichkeit und Lebendigkeit der Szenen vermitteln können.
Die denkbar sparsam ausgestattete BĂŒhne und erst recht die pfiffigen Requisiten verleiten zum Schmunzeln. Die KostĂŒme leisten ein ĂŒbriges, um die Personen zu charakterisieren. Nicht zu vergessen der mit viel GrĂŒn umrankte Arkadenhof, so dass man sich um Jahrhunderte zurĂŒckversetzt fĂŒhlt.
UneingeschrĂ€nktes Lob gebĂŒhrt den vier jungen SĂ€ngerinnen, mit reichen einschlĂ€gigen Erfahrungen ausgestattet: Eva Juarez (Jupiter), Camilla de Falleiro (Hercules), Anna Freivogel (Minerva) und Maria Weiss (Palante). Sie besitzen leichte und bewegliche, gut klingende und saubere Stimmen, die vorteilhaft eingesetzt werden. Dank perfekter Einstudierung gelangen die anspruchsvollen Partien souverĂ€n und prĂ€gnant, und das mit bewundernswertem Durchhaltevermögen, ohne Qualitstsverlust.
Auch diejenigen Ensemblemitglieder mit fremder Muttersprache haben den spanischen Text deutlich vermittelt. Die Instrumentalisten des Ensembles „A corte Musicale“ und einige Oberösterreicher aus der „Internationalen Opernakademie Grein“ ließen keinen Wunsch offen bei der Begleitung der Solisten und den programmatischen OrchesterstĂŒcken.
Österreichische ErstauffĂŒhrung
Als guter Geist am Dirigentenpult lieferte Rogerio Goncalves Hervorragendes, und ihm ist auch das Einrichten der Partitur fĂŒr die österreichische ErstauffĂŒhrung in Grein zu verdanken. Die anspruchsvolle Partitur klang geschmeidig und wirkungsvoll; sie hat ĂŒberdies in erfreulicher Harmonie zwischen den Instrumenten und Singstimmen niemals die musikalische „Seele“ verletzt. Was einst höfische Unterhaltung war, ist jetzt beste Sommerkost.