Das große Brausen oder Weihnachten auf dem Mond

Das große Brausen oder Weihnachten auf dem Mond
Musik & Libretto von Claudia Federspieler
URAUFFÜHRUNG

Im Zentrum der Handlung dieser musikalischen Weihnachtssatire steht der Alltag einer Familie kurz vor dem großen Fest.
Zwei pubertierende Töchter, ein verwöhnter Sohn und der unerwartete Besuch eines italienischen Onkels bringen die Mutter Clara Oberhölzl an den Rand ihrer Möglichkeiten. Vater Ernesto Mandolini nimmt es etwas lockerer, er kömmert sich doch lieber um sein Restaurant als um die Belange der Familie. Mitten im Ă€rgsten Weihnachtsstress ertönt plötzlich ein sturmartiges Brausen und die Familie findet sich unerklĂ€rlicherweise auf dem Mond wieder. Ist das ein neues NaturphĂ€nomen, das erforscht werden soll oder ist es doch ein Traum in dem auch eine magische Birne und eine Zauberklarinette eine Rolle spielen? Nach einer Begegnung mit einem Engel und mit dem Nikolaus stellen sich die Familienmitglieder die Frage nach Wahrheit und LĂŒge und es gelingt die RĂŒckkehr zur Erde. Dieser Mondausflug fĂŒhrt schließlich zu einer ganz neuen Weihnachtsstimmung.

SchĂŒlerInnen/LehrerInnenorchester, SĂ€ngerInnenensemble und TĂ€nzerinnen der Landesmusikschulen Grein, Perg und St. Georgen/ Gusen
Musikalische Leitung: Harald Wurmsdobler
Inszenierung: Manuela KloibmĂŒller
Choreographie: Elfriede Fröschl-SchĂŒtzeneder
Dramaturgie: Claus J. Frankl
Projektleitung: Christian FĂŒrst, Johann Weilguni

Musiktheater mit Pfiff – UrauffĂŒhrung mit den Landesmusikschulen des Bezirkes

Was passiert, wenn alle Menschen zur gleichen Zeit lachen oder schimpfen oder lĂŒgen? Dann entsteht ein großes Brausen und es kann sein, dass man sich plötzlich am Mond wiederfindet. Der Familie Oberhölzl-Mandolini ist das passiert und diese Geschichte war am Freitag 24, November 2017 im Donaussaal in Mauthausen zu sehen als MusiktheaterstĂŒck fĂŒr die ganze Familie. Anlass der AuffĂŒhrung ist das diesjĂ€hrige 40 Jahre JubilĂ€um der Landesmusikschulen Oberösterreich und die Landesmusikschulen Grein, Perg und St. Georgen an der Gusen haben diesen Abend gemeinschaftlich realisiert. Die renommierte Komponistin Claudia Federspieler hat das StĂŒck „Das große Brausen – oder Weihnachten auf dem Mond?“ den Mitwirkenden aus den Landesmusikschulen auf den Leib geschrieben. Orchester, SĂ€ngerensemble und Ballett waren SchĂŒlerinnen und SchĂŒler und LehrkrĂ€fte der drei Landesmusikschulen und das Publikum bedankte sich fĂŒr das hervorragende gesangliche, tĂ€nzerische und musikalische Erlebnis mit Standing Ovations. Landeshauptmann a. D. Dr. Josef PĂŒhringer und Direktor Karl Geroldinger vom ÖO Landesmusikschulwerk waren ebenso begeistert vom Können, von der Vielfalt und der Ausdruckskraft aller Mitwirkenden wie die anderen zahlreichen Besucher.
Harald Wumsdobler leitete das großartig musizierende Orchester umsichtig mit viel Ausdruckskraft, Manuela KloibmĂŒller zeigte eine abwechslungsreiche und pfiffige Inszenierung. Barbara Eisschiel und Markus Larndofer begeisterten als stimmgewaltige Eltern Oberhölztl-Mandonlini, Christian Haimel gab ĂŒberzeugend den charmant-schlitzohrigen Onkel Amadeo, Martha Matscheko begeisterte stimmlich als aufmĂŒpfige Tochter Helma, Anna Pichler gab als Tochter Kathi ein Zeichen ihres Talents ab, NesthĂ€kchen Florian Pöllhuber ĂŒberzeugte mit Witz als NervensĂ€ge Willi und Bettina Auböck schlĂŒpfte gekonnt in die Rolle von Dalli, dem Putzmann, der eigentlich ein Engel ist und schließlich bereicherte die tanzcompanygrein unter der Leitung von Elfriede Fröschl-SchĂŒtzeneder elegant die Szene. Herzliche Gratulation dem gesamten Team zum großartigen Gelingen dieser MusiktheaterauffĂŒhrung.

40 Jahre Landesmusikschulwerk Oberösterreich

Die oberösterreichischen Landesmusikschulen sind ein musikalischer Treffpunkt fĂŒr Jung und Alt und das oberösterreichische Landesmusikschulwerk eine prĂ€gende SĂ€ule des Kulturlandes Oberösterreich. Die Landesmusikschulen haben sich etabliert als Zentren musischer Bildung, aber auch als Kulturzentren, die in den Regionen unseres Landes fĂŒr vielfĂ€ltige kulturelle und kĂŒnstlerische Impulse verantwortlich sind. Seit 40 Jahren begleiten Musikschullehrerinnen und Musikschullehrer an Musik interessierte Menschen in die klangvolle Welt des eigenen Musizierens.Dabei erweist sich die Musikschule als zentraler Treffpunkt mit Strahlkraft fĂŒr die jeweilige Region und legt den Grundstein fĂŒr eine lebenslange Beziehung zur Musik und einen offenen Zugang zu Musik und Kultur. Breiten- und Spitzenförderung hat gleichwertige Bedeutung, was einerseits in den vielen Orchestern, Chören und Ensembles im Land und andererseits bei Jugendmusikwettbewerben und Aufnahmen in MusikuniversitĂ€ten hör- und sichtbar wird.
1977 hatte der oberösterreichische Landtag das Musikschulgesetz mit der Absicht beschlossen, Oberösterreich mit einem flÀchendeckenden Netz von Landesmusikschulen zu versorgen. Heute gibt es 68 Hauptanstalten und 88 Zweigstellen.
Um diesen Geburtstag gebĂŒhrend zu feiern prĂ€sentieren die Landesmusikschulen des Bezirkes Pergs – die Landesmusikschule Grein, die Landesmusikschule Perg und die Landesmusikschule St. Georgen an der Gusen – eine Musiktheaterproduktion und UrauffĂŒhrung. Bereits 2012 gab es eine Zusammenarbeit und die Operneigenproduktion „Die Hochzeit des Figaro“ von W. A. Mozart wurde mit großem Erfolg und mehr als 2000 Besuchern realisiert und mit SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern, Lehrerinnen und Lehrern der drei Landesmusikschulen mit ihren Zweigstellen auf die BĂŒhne gebracht.

„Komponisten – die sind doch alle tot!“ Nein, sie sind sehr lebendig und dieses Musiktheaterprojekt der Landesmusikschulen des Bezirkes Pergs versteht sich auch als lebendiges Bespiel fĂŒr das Zusammenbringen von Zeitgenössischer Musik und dem musikalischen Nachwuchs der Region. Es ist geglĂŒckt, die Geigerin und Komponistin Claudia Federspieler fĂŒr eine Zusammenarbeit zu gewinnen und so kann das Werk „Das große Brausen“ als eine UrauffĂŒhrung ĂŒber die BĂŒhne gehen.